Carl Moll

Carl Moll (Wien 1861 – Wien 1945)

Als Kind kann Carl Moll auf Grund anämischer Krankheitsphasen einige Jahre die Schule nicht besuchen; es entstehen erste Zeichnungen und Aquarelle. Nach dem Tod seines Vaters beginnt er als 16-Jähriger mit Privatunterricht bei Carl Haunold. Nach dem Abschluss der Realschule 1879 studiert er an der Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl. Ab 1881 wird Carl Moll Privatschüler Emil Jakob Schindlers, mit dem sich ein enger familiärer Kontakt entwickelt. 1890 debütiert Moll bei der 19. Jahresausstellung im Wiener Künstlerhaus, 1894 wird er Mitglied der Wiener Künstlergenossenschaft. Im Jahr 1895 heiratet er Anna, die Witwe des 1892 verstorbenen Schindler. 1897 gründet Moll gemeinsam mit Gustav Klimt, Joseph Maria Olbrich, Josef Hoffmann, Koloman Moser und anderen Künstlern die Wiener Secession, Rudolf von Alt wird Ehrenpräsident. Gustav Klimt als Präsident und Moll als Vizepräsident übernehmen die Leitung. In dieser Funktion organisiert Moll zahlreiche bedeutende Ausstellungen. 1903 tritt Carl Moll mit seinem graphischen Oeuvre an die Öffentlichkeit, vor allem mit seinen Holzschnitten. Er zählt gemeinsam mit Josef Hoffmann und Koloman Moser zu den Mitbegründern der Wiener Werkstätte. Von 1904 bis 1912 ist Moll künstlerischer Leiter der berühmten Wiener Galerie Miethke. 1931 erhält Moll die Goldene Staatsmedaille und wird Ehrenbürger der Stadt Wien. In der Nacht auf den 13. April 1945 begeht Moll gemeinsam mit seiner Tochter Maria und deren Mann Selbstmord.

(Quelle: Österreichische Nationalbank Kunstsammlung)

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